Entwurf zu einem Tondorahmen für das Porträt der Kronprinzessin Elisabeth von Preußen von Wilhelm Wach
Zeichnung, Objektdesign
Schinkel, Karl Friedrich (13.3.1781 - 9.10.1841), Zeichner
wohl 1827
handgeschöpftes Papier (vergé)
Graphitstift, über Vorzeichnung mit Graphitstift
Blattmaß: 28 x 41,6
Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin
Inv.-Nr.: SM 43a.90
Zu Schinkels Bilderrahmen-Entwürfen im Allgemeinen vgl. die Angaben zu Inv. SM 41e.299. Gezeigtes Blatt befand sich in der Sammlung von Peter Christian Wilhelm Beuth, dem Leiter des Königlichen Gewerbeinstituts und Freund Schinkels. Vgl. einen zweiten Entwurf für die Sammlung von Beuth (Inv. SM 43.88). Den Rahmen entwarf Schinkel für das „Porträt der Kronprinzessin Elisabeth von Preußen“, 1827, von Wilhelm Wach. Das Blatt zeigt neben Profilleisten mit Querschnitt und Zwickelfüllung, die flüchtige Skizze der Gesamtansicht und dem königlichen Porträt entsprechend, die Insignien Krone auf Kissen und Adler. Beim erhaltenen Tondorahmen fehlen der bekrönende Aufsatz sowie die Eck- und Mittenbetonungen der Leisten (SMB PK, Nationalgalerie, Inv. Nr. NG 7/59). Vgl. hierzu den Tondorahmen aus vergoldeter Bronze, den der Schinkel-Schüler Gustav Stier für das Porzellanbildnis Friedrich Wilhelms IV. nach einem Gemälde Franz Krügers entwarf. Stier kopierte Schinkels Adler mit Krone auf einem Kissen bis ins Detail (SMB PK, Kunstgewerbemuseum, Inv. Nr. 1969, 22)
Text: Birgit Kropmanns (2011)
Iconclass:
48C33 * Werk der angewandten Künste (angewandte Künste, Berufe, Gesellschaft, Gewerbe, Handwerk, Kultur, Kunst, Kunstgewerbe, Künstler, Kunstwerk, Zivilisation)
48C5156 * Bilderrahmen etc. (Berufe, Buchmalerei, Gesellschaft, Kultur, Kunst, Künstler, Malerei, Malwerkzeug, Miniatur, Rahmen, Werkzeug, Zivilisation)
Literatur ⇓
Berlin: Karl Friedrich Schinkel. Architektur Malerei Kunstgewerbe, Berlin (West) 1981, S. 320 Kat.-Nr. 286 mit Abb. (Ausführung).
Roenne, Bettina von: Bilderrahmen neu entdeckt. Das in Vergessenheit geratene Rahmenwerk Schinkels, Schulze Altcappenberg, Hein-Th.; Johannsen, Rolf H.: Karl Friedrich Schinkel. Geschichte und Poesie. Das Studienbuch, Berlin/ München 2012 2012, S. 231 mit Abb. 7.
Wolzogen, Alfred von (Hrsg.): Aus Schinkel's Nachlaß. Reisetagebücher, Briefe und Aphorismen, 3 Bde., Berlin 1862-1863. Bd. 4: Katalog des künstlerischen Nachlasses, Berlin 1864. Reprint 1981, 1862-1864, Bd. 2, 1862, S. 316; Bd. 4, 1864, S. 353
von Roenne, Bettina: Ein Architekt rahmt Bilder. Karl Friedrich Schinkel und die Berliner Gemäldegalerie, 2007, S. 13, 15, 108 Kat.-Nr. 62, 63 (Entwurfsausschnitt und Ausführung).
von Roenne, Bettina: Schinkel rahmt. Die Bilderrahmen Karl Friedrich Schinkels, 2011, S. 101 f. mit Abb. 131.
PURL:
http://schinkel.smb.museum//index.php?id=1506040
Provenienz ⇓
Berlin; private Sammlung; Beuth, Christian Peter Wilhelm
vierter Vorbesitzer
Berlin; öffentliche Sammlung; Preußisches Kultusministerium, Schinkel-Museum
dritter Vorbesitzer
1845 - 1879
Berlin; öffentliche Sammlung; Technische Hochschule Berlin, Schinkel-Museum
zweiter Vorbesitzer
1879 - 1923
Leningrad; öffentliche Sammlung; Eremitage
zeitweilige Verwaltung
Mai/Juni 1945 - 1958
Berlin; öffentliche Sammlung; Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie
erster Vorbesitzer
1923 - 1992
Berlin; öffentliche Sammlung; Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Kupferstichkabinett
Verwalter
1992
Foto: 2011 ©
Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin

