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Rahmenentwurf zu drei kleinen Tondi

Zeichnung, Objektdesign

Schinkel, Karl Friedrich (13.3.1781 - 9.10.1841), Zeichner

1825/1835

handgeschöpftes Papier (vergé)

Graphitstift, farbig laviert, über Vorzeichnung mit Graphitstift und Zirkel

Blattmaß: 60,8 x 91,8

Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin
Inv.-Nr.: SM 37a.171

Zu Schinkels Bilderrahmen-Entwürfen im Allgemeinen vgl. die Angaben zu Inv. SM 41e.299. Das Blatt zeigt eine Umfassung für die drei zusammengehörenden Tafeln von Domenico di Paride Alfani "Der Hl. Ercolano, Bischof von Perugia. Christus im Grabe. Der Hl. Ludwig, Bischof von Perugia“ in Vorder- und Seitenansicht. Schinkel führte den Entwurf für das erste Rundbild detailliert in Graphitstift aus. Die reiche Ornamentik wird zusätzlich durch farbige Edelsteine mit eingeschnittenen Figuren verziert. Der Tabernakelrahmen, der nach diesem Entwurf angefertigt wurde ist schlichter ausgefallen: auf den Sockelbereich, die mit Engeln geschmückten Zwickel sowie die Edelsteine wurde verzichtet. Die Bilder waren 1830 noch im Besitz des Kronprinzen Friedrich Wilhelms von Preußen. Erst 1833, drei Jahre nach Eröffnung des Königlichen Museums am Lustgarten, heute „Altes Museum“, gelangten sie in die Gemäldegalerie. Möglicherweise entwarf Schinkel den üppigen Rahmen zunächst für den Kronprinzen, bevor der Tondorahmen mit den Bildtafeln in die Gemäldegalerie abgegeben wurde. Heute ist der Rahmen in der Dauerausstellung der Gemäldegalerie zu sehen (SMB PK, Gemäldegalerie, R.I.Nr. A 93.1194).
Text: Julia Sedda (2012)

Iconclass:

48C33 * Werk der angewandten Künste (angewandte Künste, Berufe, Gesellschaft, Gewerbe, Handwerk, Kultur, Kunst, Kunstgewerbe, Künstler, Kunstwerk, Zivilisation)

48C5156 * Bilderrahmen etc. (Berufe, Buchmalerei, Gesellschaft, Kultur, Kunst, Künstler, Malerei, Malwerkzeug, Miniatur, Rahmen, Werkzeug, Zivilisation)

Literatur ⇓

Berlin: Karl Friedrich Schinkel. Architektur Malerei Kunstgewerbe, Berlin (West) 1981, S. 319 Kat.-Nr. 283 mit Abb. (Ausführung).

Kolberg, Gerhard: Die Funktion der Bilderrahmung und ihr Verhältnis zur Bildgestaltung der Malerei und Grafik der Deutschen Romantik (Diss.), 1977, S. 278, Nr. 220.

Roenne, Bettina von: Bilderrahmen neu entdeckt. Das in Vergessenheit geratene Rahmenwerk Schinkels, Schulze Altcappenberg, Hein-Th.; Johannsen, Rolf H.: Karl Friedrich Schinkel. Geschichte und Poesie. Das Studienbuch, Berlin/ München 2012 2012, S. 231 f. mit Abb. 8.

Sievers, Johannes1950xyz: Die Möbel, Karl Friedrich Schinkel Lebenswerk, Bd. 6, 1950, S. 81.

Wolzogen, Alfred von (Hrsg.): Aus Schinkel's Nachlaß. Reisetagebücher, Briefe und Aphorismen, 3 Bde., Berlin 1862-1863. Bd. 4: Katalog des künstlerischen Nachlasses, Berlin 1864. Reprint 1981, 1862-1864, Bd. 2, 1862, S. 294; Bd. 4, 1864, S. 355

von Roenne, Bettina: Ein Architekt rahmt Bilder. Karl Friedrich Schinkel und die Berliner Gemäldegalerie, 2007, S. 33, 88 f. Kat.-Nr. 48, 49 (Entwurf und Ausführung).

von Roenne, Bettina: Schinkel rahmt. Die Bilderrahmen Karl Friedrich Schinkels, 2011, S. 62, 280 Abb. 71.

PURL:

http://schinkel.smb.museum//index.php?id=1505216

Provenienz ⇓

Berlin; private Sammlung; Schinkel, Susanne
vierter Vorbesitzer

Berlin; öffentliche Sammlung; Preußisches Kulturministerium, Schinkel-Museum
dritter Vorbesitzer
1842 - 1879

Berlin; öffentliche Sammlung; Technische Hochschule Berlin, Schinkel-Museum
zweiter Vorbesitzer
1879 - 1923

Leningrad; öffentliche Sammlung; Eremitage
zeitweilige Verwaltung
Mai/Juni 1945 - 1958

Berlin; öffentliche Sammlung; Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie
erster Vorbesitzer
1923 - 1992

Berlin; öffentliche Sammlung; Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Kupferstichkabinett
Verwalter
1992

Foto: 2011 ©
Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin

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